Hintergrund
Auf politischer Ebene hat die Beteiligung von Patienten und ihren Vertretern an Entscheidungsprozessen in zentralen Gremien des Gesundheitswesens (§ 140f (2) SGB V) zu einem neuen Kompetenzprofil für Patientenvertreter geführt.
Es besteht ein deutlicher Qualifizierungsbedarf bei den geschätzten 1000 Personen, die in Deutschland die Vertretungsrechte für die Patienten wahrnehmen, da sie sich auf diversen Ebenen und zu vielfältigen Themen äußern und die Position der Patienten vertreten. Entsprechende Kenntnisse über die Strukturen des Gesundheitswesens, Finanzierungsfragen und rechtliche Grundlagen sind ebenso gefragt wie Durchsetzungsfähigkeit, Kommunikationsstärke und Verhandlungsgeschick.
Wir reagieren auf die skizzierten Herausforderungen mit einem Bildungsangebot, das sich an das bewährte postgraduierten Public-Health-Studium anlehnt. Patientenvertreter erwerben gemeinsam mit Public-Health-Studierenden nicht nur Faktenwissen, sondern treten in einen intensiven Diskussionsprozess mit zukünftigen Public-Health-Experten ein.
Wir greifen mit dem Bildungsangebot einen von den Patientenvertreterinnen und -vertretern formulierten Bedarf an Unterstützung für die Arbeit in politischen Entscheidungsgremien auf.
Interessierte Personen können an einem Kurs oder auch an mehreren Kursen mit methodischen, präventiven, management- oder ökonomisch orientierten Themen teilnehmen und sich ihr spezielles Programm über einen kurzen oder langen Zeitraum zusammenstellen.